dunkel, nasskalt und verqualmt
Der nächste Zeitsprung führt ins Mittelalter in einen Burgraum, wie er irgendwann zwischen 1000 und 1400 n. Chr. entstanden sein kann.
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Ein Burgherr steht in seinem Rittersaal. Wahrscheinlich der einzige beheizte Raum seiner Burg. Hier gibt es zu wenig frische Luft, kaum Tageslicht, es fehlt jeglicher Komfort. Und alle leben dicht gedrängt zusammen. Die Wohlhabenden teilten ihre Häuser mit Dienern, Schreibern und Gefolgsleuten. Die Armen teilen ihre bescheidenen Behausungen mit Schweinen, Kühen und Hühnern.
Ungeachtet aller Unterschiede zwischen den verschiedenen Gebäudetypen, hatten die meisten Schlösser, Burgen, Stadthäuser und Bauernhöfe eines gemeinsam: Sie waren dunkel, feuchtkalt und stanken nach Rauch. Denn im Vergleich zu heute hatten sie nur wenige und kleine Fensteröffnungen. Diese waren zum Schutz vor Wind und Kälte mit geölten Leinwandtüchern oder Tierhäuten zugehängt, sodass kaum Tageslicht in die Wohnung drang.
Glasfenster waren absoluter Luxus. Es gab sie selbst im 15. Jahrhundert fast ausschließlich in Kirchen. Die erste Erwähnung von Glasfenstern stammt aus dem Jahre 290 und beschreibt Fensterglas aus dem 1. Jahrhundert n.Chr. 450 n. Chr. baute man Glasfenster in die Sophienkirche in Konstantinopel (die heutige Haghia Sophia Moschee) ein. 795 n. Chr. setzte man erste bunte Glasfenster in der Laterankirche zu Rom ein.
Erst 1905 entwickelte schließlich der Belgier Fourcault ein Verfahren zur maschinellen Herstellung von Fensterglas. und nun eine große Reise zu den Beduinen in der Wüste ...
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